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Wassersport

Montag, 17. November 2014

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„Come and enjoy Dunk Island as nature intended.“ Diese Aufforderung fand bei uns Gehör und so legten wir nach dem Frühstück zusammen mit zwei Deutschen und einer Französin mit drei Kayaks los. Auf dem Programm stand eine geführte Schnorcheltour auf eine von mehreren kleineren, etwa 5 Kilometer vor South Mission Beach vorgelagerten Inseln.


Wir paddelten wie die Weltmeister - unser Stil hätte wahrscheinlich jedem Ruderer Bauchschmerzen vor Lachen beschert aber wir kämpften uns trotzdem tapfer durch die Wellen. Unsere Tourleiterin Atty attestierte uns auf jeden Fall mehrmals während der Fahrt „you do this very well!“ Auch wenn es wahrscheinlich mehr als Motivation denn als Bewertung unserer Leistungen gedacht war :-) Den Muskelkater können wir übrigens jetzt schon spüren...


Atty wusste unterwegs viel zu erzählen. Vor allem die beiden Zyklone, welche Mission Beach im Abstand von acht Jahren heimgesucht haben, hätten mit Winden bis zu 300 km/h und bis zu 6 Meter hohen Wellen starke Verwüstungen angerichtet. Die Folgen dieser Naturgewalt sind heute noch sichtbar und während zum Beispiel der Regenwald früher direkt an das Meer angrenzte, regeneriert er sich heute erst 10 Meter hinter der Küstenlinie. Durch den Sturm im Jahr 2011 seien 60% der Bäume zerstört worden und viele Gebäude wurden aus finanziellen Gründen gar nicht mehr aufgebaut. Der Zyklon erwies sich aber im Falle eines Ferienresorts als Moneymaker - die Versicherung bezahlte mehr für die Wiederherstellung, als die Gebäude ursprünglich gekostet hatten. Ein Investor kaufte dann das neu aufgebaute Resort den Eigentümern für noch mehr Geld ab. Tja, so kann es auch laufen...


Auf Dunk Island angekommen, waren wir erst einmal hin und weg von den muschel- und korallenbesäumten Sandstränden. Vieles steht unter Naturschutz - zumal es zum Great Barrier Reef Naturschutzgebiet gehört - und so bieten die Inseln ein ausgezeichnetes Brutgebiet für die verschiedensten Vögel. Korallen - selbst in den kleinsten Bruchstücken - dürfen gar nicht mitgenommen werden und man darf nur fünf Muscheln in 28 Tagen sammeln. Wer auch immer das kontrollieren möge...?


Unser Ziel waren dann eher die Gebiete unter der Wasseroberfläche. Ausgerüstet mit Taucherbrille, Schnorchel und Schwimmflossen, sammelten wir unsere ersten Erfahrungen mit den Korallen des Riffs. Diese sind in dieser Jahreszeit nahe bei der Küste leider fast flächendeckend mit Algen überwachsen, was nicht gerade zu spektakulären Bildern führt aber dennoch unglaublich spannend und interessant anzuschauen ist.


Auch ja, unsere einheimische Tourleiterin Atty hatte übrigens eine Flasche Essig dabei. Dies wäre die erste Hilfe-Massnahme bei einer unfreiwilligen Begegnung mit einer Qualle. Sie biete die Tour nun seit über 30 Jahren an und habe die Flasche noch nie gebraucht. Tatsächlich habe hier auch diese Saison noch niemand eine Qualle gesehen, die Behörden seien einfach übervorsichtig und würden sehr schnell die Schutznetze aufspannen - sonst könnte ja noch jemand für eine Quallenberührung verantwortlich gemacht werden ;-). Auch wir hatten bei unseren Schnorchelgängen nur kleinere Fische gesehen, und wir warten noch gespannt auf eine Begegnung mit den hier lebenden Seaturtles!


In der Nähe des Campingplatzes haben wir nun doch noch ein sehr gutes thailändisches Restaurant gefunden. Das Red Curry hier ist spitze - und seeehr scharf! :-)


Nun lagern wir die Flossen hoch und planen unseren morgigen Trip, 500 Kilometer weiter südwärts nach Airlie Beach, welches der Ausgangsort für Exkursionen auf die berühmten Whitsunday Islands ist.



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