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Here we are!

Sonntag 17. März 2019

Kurz nach den ersten Tönen des Weckers hatte ihn Sonja schon wieder ausgeschaltet. Und wie wenn sie die ganze Nacht nur darauf gewartet hätte, tönte es aus dem Kinderzimmer „Mama! Mer gönd id Ferie!“. Putzmunter und voller Erwartungen lag Elina dann gefühlte zwei Sekunden später neben mir. „Papa! Du söttisch jetzt ufstoh.“ 🤓


Am Flughafen lief dann alles reibungslos. Das Frühstück in der Aspire Lounge war zwar definitiv kein Highlight aber immerhin konnten wir bei Kaffee, Tee, Brötchen und Rührei noch ein paar ruhige Minuten vor dem Boarding verbringen.

Und auch der Flug war, wie er sein sollte: Ereignislos. Elina engagierte sich sofort als ausgiebige Nutzerin des Onboard-Unterhaltungssytems und verbrachte die Zeit mit Zeichentrickfilmen, iPad und Verpflegung. Und dann das ganze Prozedere wieder von vorne. An Schlaf war nicht zu denken!


Nach der Landung zeigte sich Miami dann von seiner leicht bewölkten Seite. Gleiches lässt sich auch über unsere Stimmung sagen, als wir die Warteschlange an der Passkontrolle sahen: Leicht bewölkt mit Tendenz zu Gewitterwolken. Doch zum ersten Mal erfuhren wir die Vorteile, die sich für Reisende mit einem Kleinkind ergeben. Nach einer gefühlten Ewigkeit öffnete uns ein Grenzwächter eine Abkürzung, hier „Shortcut“ genannt, und wir durften direkt zum nächsten Schalter. Die Stimmung schlug damit um in Richtung „meist sonnig“. So war dann auch die Dame an der Immigration ein heiterer Sonnenschein und bestens gelaunt. Auch wenn sie uns mit den obligaten Fragen nach Urlaubsort und Aufenthaltsdauer löcherte, hatte sie doch ihre helle Freude an Elina. Sie müsse die ganze Fingerprint & Fotoshooting-Prozedur nicht machen, weil sie ja noch knapp nicht 14 Jahre alt sei. Um dann gleich anzufügen „aber es geht sooo schnell und sie sind erwachsen!“


Ach ja, und bei Alamo hat‘s dann wieder einmal nicht geklappt mit dem Fast-Take-off! Ich habe es dir ja gesagt, Marco vom Reisebüro! Aber es wundert mich ja schon fast nicht mehr - Alamo halt... Die gewittrige Stimmung war damit schon wieder zum Greifen nahe! Auch die Montage des Kindersitzes braucht hier mindestens einen Bachelor-Abschluss in Ingenieurwesen. Während ich Elina unterhielt - „Schau mal, der Kofferraum geht automatisch auf und zu“ - schlug sich Sonja tapfer durch die Anleitung und das Sicherheitsgurte-Durcheinander. Nach 30 Minuten leisen und weniger leisen Flüchen sass Elina in der Schale und kommentierte entrüstet „Mama, das seit mer ned!“


Unser fahrbarer Untersatz ist ein richtiger Ami-Schlitten, bei dem jedem Grünliberalen flau im Magen werden dürfte. Die CO2-Bilanz ist wahrscheinlich etwa genauso schlecht, wie die Bonität der USA während eines Shutdowns. Aber so haben wir wenigstens genug Platz und fallen auf der Autobahn nicht sofort als Touristen besonders auf.


Und bequem ist das Ding auch! Gerade nach den eher bescheidenen Platzverhältnissen in der Holzklasse der Swiss, erscheint uns der SUV von General Motors wie ein Paradies. So war dann auch bei der Wegfahrt auf dem Rücksitz bei Elina noch im Flughafengebäude auf einen Schlag Sendepause. Wir fuhren wohl keine fünf Meter und die kleine Prinzessin schlummerte auf ihrem Thron bereits in den Tiefschlaf.


Für uns war leider noch keine Erholung angesagt und so nahmen wir die knapp zweieinhalbstündige Fahrt nach Cape Coral unter die Räder. Nach einem kleinen Proviant-Zwischenstopp erreichten wir etwa gegen 21 Uhr Ortszeit (Nachts um 2 Uhr in der Schweiz) unser Häuschen, die Villa Seashell. Ich persönlich bin ja schon sehr gespannt, wie es hier morgen bei Tageslicht aussieht.


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Fotos

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